Zeitmanagement in der Wissenschaft

Die Forschung kann bis morgen warten?

Unsere Zeit ist begrenzt und wertvoll. Umso entscheidender ist die Frage: Wie wollen wir sie nutzen? Gerade in der Wissenschaft gibt es unglaublich viele Freiheitsgrade, die eigene Arbeitszeit zu gestalten – und ebenso viele Anforderungen: Neben Forschung auch Lehre, Betreuung von Abschlussarbeiten, Projektkoordination, Administratives, Gremienarbeit und vieles mehr. Schnell geraten dabei eigene Ziele aus dem Blick, während das „Klein-Klein“ des Alltags dominiert. Dieser Workshop lädt dazu ein, den Umgang mit der eigenen Zeit bewusster zu gestalten und ihn an den persönlichen Prioritäten auszurichten.

Der Workshop ist inhaltlich in drei Teile aufgeteilt:

1.

Zeitmanagement und Motivation

Im ersten Teil des Workshops steht die enge Verbindung zwischen Motivation und Zeitgestaltung im Mittelpunkt. Suboptimale Motivation kann dazu führen, dass Aufgaben ineffizient bearbeitet werden und so unnötig viel Zeit beanspruchen. Umgekehrt ist es das Ziel von klugem Zeitmanagement Freiräume für Tätigkeiten zu schaffen, für die hohe Motivation vorherrscht. Die Teilnehmenden identifizieren hier ihre eigene Motivation, ihre individuellen Werte und Ziele und legen so das Fundament für eine selbstbestimmte Gestaltung ihres wissenschaftlichen Alltags.

2.

Methoden für den Alltag

Der zweite Teil nimmt die praktischen Herausforderungen des Zeitmanagements in den Blick. Wir besprechen, warum es so schwerfällt, Zeit realistisch einzuplanen – und wie unser Denken uns dabei oft täuscht. Ein zentrales Thema ist die Unterscheidung von Dringlichkeit und Wichtigkeit: Dringlichkeit vermittelt häufig den Eindruck von Bedeutung, auch wenn das nicht der Fall ist. Mit Hilfe des Wichtig/Dringend-Schemas (Eisenhower-Matrix) prüfen die Teilnehmenden dies anhand eigener Beispiele. Ergänzend lernen die Teilnehmenden Methoden wie die Pomodoro-Technik kennen und diskutieren den Einsatz im wissenschaftlichen Alltag. Ein Exkurs zur Prokrastination rundet den Teil ab und zeigt, wie sich Zeitpläne so anpassen lassen, dass Blockaden überwunden und Schritt für Schritt wieder produktive Routinen aufgebaut werden können.

3.

Die Macht der Gewohnheit

Im dritten Teil steht die Rolle von Routinen im Fokus. Wir alle haben Gewohnheiten, die unauffällig aber wirksam unseren Arbeitsalltag strukturieren – teilweise ohne, dass uns dies bewusst ist. Einige Gewohnheiten können uns am konzentrierten Arbeiten hindern (z.B. der ständige Blick aufs Handy), während andere sehr sinnvoll sein können und uns unterstützen. Der Workshop beleuchtet, welche Strategien helfen, ungünstige Routinen zu verändern und wie neue Gewohnheiten entstehen und gestärkt werden können. Zum Abschluss geht es um die Frage, wie sich in einem selbstbestimmten, aber kompetitiven Arbeitskontext ein klarer Feierabend etablieren lässt – und warum dies für langfristige Produktivität entscheidend sein kann.

Ablauf und Methode

Methodisch wechselt der Workshop zwischen Inputs, Einzel- und Gruppenarbeiten sowie gemeinsame Diskussion. Strukturierte Übungen sowie der Austausch mit anderen Teilnehmenden und im Plenum unterstützen dabei, die Inhalte direkt auf den eigenen Arbeitsalltag zu übertragen. So entsteht eine Balance aus wissenschaftlicher Fundierung, praktischer Anwendbarkeit und Raum für individuelle Reflexion.

Der Workshop ist als eintägiger Workshop konzipiert und kann sowohl digital via zoom als auch in Präsenz stattfinden.